Nystagmus

Disclaimer: Alle Informationen sind sorgfältig ausgewählt, wir können trotzdem keine Gewähr übernehmen. Bitte beachte, dass eine Diagnose nur ein Arzt stellen kann. Du hast Anmerkungen oder Fragen? Schreibe gerne eine E-Mail an info@nystagmusnetzwerk.de

FAQ über Nystagmus

F: Wie viele Menschen sind von Nystagmus betroffen?

A: Expert/innen glauben, dass circa einer von 1000 Menschen Nystagmus hat. Es gibt aber kaum konkrete Zahlen zu Betroffenen. Vielleicht bist du schon einmal jemandem mit Nystagmus begegnet, ohne dass du es gemerkt hast. Vielen Betroffenen merkt man auf den ersten Blick nicht an, dass sie ein Augenzittern haben.

F: Was sind die Ursachen von chronischem Nystagmus?

A: Das Augenzittern kann angeboren sein oder im späteren Lebensverlauf auftreten. Der angeborene, so genannte Kongenitale Nystagmus, tritt häufig in Verbindung mit anderen Krankheiten auf. Er kann z.B. mit Albinismus oder Grauem Star im Kindesalter zusammenhängen. Kongenitaler Nystagmus kann erblich übertragen werden oder aus keinem ersichtlichen Grund auftreten. Erworbener Nystagmus tritt im späteren Alter auf, manchmal durch einen Unfall oder eine Krankheit (wie z.B. ein Schlaganfall, Multiple Sklerose oder das Arnold-Chiari-Syndrom).

F: Was sind die Auswirkungen von chronischem Nystagmus?

A: Alle Menschen mit Nystagmus haben Seheinschränkungen, die je nach Einzelfall vollkommen unterschiedlich sein können. Es gibt Menschen mit Nystagmus, die eine deutliche Sehbehinderung haben, und andere, die sogar Auto fahren können. Durch schnelle Augenbewegungen fällt es Betroffenen in der Regel schwerer zu fokussieren. Ein Augenzittern kann z.B. auch das Gleichgewicht beeinflussen. So wie andere chronische Krankheiten kann Nystagmus auch Einflüsse auf das Sozialleben haben. Die Diagnose „Nystagmus“ ist allerdings kein Weltuntergang, es hilft aber, die Krankheit mit allen Facetten zu kennen und zu verstehen, um sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Nach jetzigem Stand der Forschung ist Nystagmus selbst nicht heilbar, je nach Einzelfall können aber Operationen der Augenmuskeln die Auswirkungen mindern. Bei erworbenem Nystagmus können manchmal Medikamente helfen.

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